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Mittwoch, Juli 1

I'm not good with feelings.




Okey, erstens: Ich habe heute ein Eis beim Burgerking gegessen und zum Glück 'aus versehen' das mit der niedrigsten Kalorienzahl. Trotzdem sind 292kcal für ein Eis, von dem ich nach der Hälfte eh satt war, viel zu viel. Habe mir auch gleich die restlichen Sachen angeschaut die ich bisher so gegessen habe... und mein Gott, ich wusste es ist viel aber so viel?! Ein Burger würde die hälfte meines Tagesbedarfes decken. Was?! Also, Notiz an mich: Wenn ich je in Burgerking oder so wo anders essen sollte, dann darf ich den Rest des Tages Nichts haben.

Zweitens: Heute geht es mir schon viel besser. Ich bin heute 2 Minuten vor dem Wecker aufgewacht, war ausgeschlafen und musste das nervige klingeln nicht ertragen. Ich hatte heute auch einen Rock an da es so heiß draußen ist. Schule war ganz okey, zwei Stunden sind wieder ausgefallen und ich habe eine 4+ auf die Englischarbeit bekommen. Das heißt ich kriege im Zeugnis eine 4... aber ich bin hoch motiviert das in der 12 zu ändern. Mindestens eine 3 möchte ich haben.

Drittens: Ich habe furchtbare Angst gerade.. das könnt ihr euch nicht vorstellen.. so sehr. Am liebsten würde ich in mein Bett, weinen und nicht daran denken aber NEIN. Ich darf nicht! 
Um besser zu verstehen um was es geht: Ich.. habe mir heute fest vorgenommen zu meinem Arzt zu gehen und ihn um eine Überweisung zu einem Therapeuten zu fragen. Ich weiß das dieser Weg und diese Entscheidung die richtige ist aber ich würde am liebsten nur bei dem Gedanken wieder weglaufen. Ich weiß nicht mal wieso es so schwer für mich ist, ich weiß doch das es mir gut tun würde..
Wenn ich daran denke muss ich mich zusammen reißen um nicht in Panik zu geraten.. ich hoffe wirklich ich schaffe das heute.. oh Gott bitte lass es mich schaffen..

Dienstag, Juni 30

The only way to find happiness is to risk being completely open.

Die letzten Tage waren der Horror. Vor allem gestern und heute Nacht. Nachdem ich mich so schlecht gefühlt hatte und N nur geschrieben habe ich fände alles sinnlos und möchte mir nur schlimme Dinge antun, off gegangen bin und mich Stunden nicht gemeldet habe, hat er sich natürlich unglaublich viele Sorgen gemacht. Und er hatte sehr.. schlechte, deprimierende, verletzende Gedanken. Dabei geht es nicht mal hauptsächlich gegen mich sondern um mich und um ihn, um uns. Natürlich hat er gedacht ich würde mich verletzen und es hat ihn, so sagte er, fast Wahnsinnig gemacht. Er dachte daran, dass er nicht stark genug ist für mich, mir nicht helfen kann wenn er nicht mal sich selber helfen kann, hinterfragte die Beziehung die doch eig noch gar keine ist, zwischen uns, die Zukunft und hat mir gestanden das er daran dachte jetzt zu gehen, das zu beenden bevor alles nur noch schwerer wird. Aber er hält es nicht aus.. würde es ohne ich nicht ertragen..
Natürlich finde ich diese Worte so überaus schön, Balsam für meine geschundene Seele und gleichzeitig tun sie weh. Es tut mir so unglaublich schrecklich leid ihm das angetan zu haben. Die Gefühle und Gedanken die er hatte. Das möchte ich auf keinen Fall nochmal tun..
Unser Gespräch war nervenzerreißend. Ich habe jede Sekunde angenommen eine Nachricht von ihm zu bekommen wo drinnen steht, dass ein 'wir' nicht möglich ist und unsere Wege sich trennen würden. Das war so schrecklich, es ist immer noch schwer nur daran zu denken.
Es ist so ungluablich wie wichtig er mir doch schon ist, wie dumm ich doch bin mich emotional so sehr auf einen Menschen einzulassen.. aber ich habe das Gefühl er ist es wert.. und wenn nicht, dann ist es wohl keiner mehr. Ich habe einfach nicht mehr die Kraft dafür zu hoffen und zu warten.
Jedenfalls.. nachdem wir das irgendwie geklärt haben, obwohl ich immer noch Angst habe er könnte seine Meinung ändern und das es zu einem größerem Problem werden könnte als es eh schon ist, habe ich genau darüber nachgedacht wie es weiter gehen soll.
Sowas darf nicht nochmal passieren.. aber im Moment habe ich nicht die Kraft das alleine wieder hin zu bekommen. Ich habe für Nichts noch Kraft. Schon länger habe ich überlegt wieder in Therapie zu gehen und heute bin ich mir fast sicher das ich am Donnerstag meinen Hausarzt anrufe und um eine Überweisung bitte..
Hoffentlich bleibt diese Einstellung. Heute Mittag wäre ich am liebsten gleich zu meinem Arzt los gelaufen wenn es ginge. Und jetzt? Ja jetzt.. habe ich wieder Zweifel und Angst. Ich frage mich wieso es mir jetzt helfen sollte wenn es vorher nicht geholfen hat?
Ich habe Angst davor unangenehmen Dingen gegenüber treten zu müssen und Konsequenzen zu tragen. Das ich nach kurzer Zeit überfordert damit bin und nicht mehr hingehen möchte.
Das es genauso ausartet wie letztes mal..
Was soll ich bloß tun.. ich weiß das es der richtige Weg wäre.. aber wieso muss er bloß so schwer sein?



Montag, Juni 29

Behind the tears, inside the lies. A thousand slowly dying sunsets.

Ich merke gerade wieder wie schlecht es mir doch geht. Meine Bahn ist ausgefallen und ich musste 40 Minuten lang warten. Warten und einen Blog lesen. Lesen und nachdenken. Nachdenken und fühlen. Es war kein Blog in dem sich einfach ein Mädchen nach jedem Essen schlecht fühlt und sich in die Magersucht reitet, mich triggert und ich mir vornehme selber weniger zu essen. Nein, es war ein Blog in dem die Gefühle so gut vermittelt wurden, so ehrlich, das es mich wirklich berührte und mir zeigte das ich noch lange nicht gesund bin. Diese Gedanken werden nie weggehen. Nie verschwinden. Und es tut mir für jeden leid der hofft oder glaubt das ich gesund und normal bin und auch für den Rest meines Lebens bleibe.
Vor allem in den letzten Tagen habe ich gemerkt wie sehr ich die Zeit vermisse in der es mir schlecht ging. Das ist doch krank. Wieso sollte man sowas vermissen? Wieso sollte man die Zeit vermissen in der man keine Zukunft hatte, Angst, Schmerz, Trauer. In der man sich so Wertlos fühle das man sich selber verletzte, tagelang nur im Bett lag und aus Frust, Stress und Traurigkeit so viel aß das die Dehnstreifen bekam?
Das ist krank, ich bin krank und ich kann es nicht mal leugnen. Es tut mir so leid, so weh.
Wieso auch ausgerechnet jetzt? Wo ich doch einen Menschen habe der mich eigentlich glücklich macht, machen sollte, machen möchte.
Habe ich mir die ganze Zeit selber was vorgemacht? Geht es mir wirklich besser oder spiele ich das alles nur? Ich weiß es im Moment nicht. Sicher werde ich später sagen das diese Krankheit mich nicht mehr haben kann und das ich mich nur anstrengen muss um glücklich zu sein aber ist das wirklich die Wahrheit? Wenn es doch immer wieder zurück kommt und mich immer wieder aufs neue vor die Wahl stellt ob ich weiter gehen möchte oder stehen bleiben, gar zurück gehen.
Was will ich?

Sonntag, Juni 28

- What were you so sad about? - Life.



Im Moment fühle ich mich einfach scheiße. Ich weiß nicht wieso das jetzt wieder so ist ich fühle mich wie in der Vergangenheit und ich hoffe es geht bald wieder weg. Ich möchte mich so nicht fühlen, vor allem weil ich das Gefühl habe ich hätte es verdient. Diese Stimmung verdreht alles in meinem kranken Kopf gegen mich und ein Teil von mir glaubt es, der andere Teil weiß dass es nicht stimmt aber es ist so schwer wirklich daran zu glauben das es nicht stimmt.
In den letzten Tagen möchte ich einfach nicht mehr gesund sein, ich möchte mich nicht mögen, nicht sehen. Mein Körper und ich sind zwei verschiedene Dinge geworden. Er vermittelt mir das er müde ist, Muskelkater und Hunger hat und ich entgegne ihm das er sich gefälligst zusammen reißen soll, weiter machen muss und kein Essen verdient hat.
Wieso bin ich nur so? Ich meine.. ich schreibe das hier gerade bewusst auf und trotzdem ändert es Nichts an meiner Meinung..




Donnerstag, Juni 25

I'LL PROBABLY ALWAYS GO BACK TO THE THINGS THAT I ALWAYS GO BACK TO

Anscheinend kann ich am besten schreiben wenn es mir scheiße geht. Ich weiß gar nicht wieso ich mich jetzt wieder so fühle.. klar ich habe damit gerechnet, immerhin ist das ein ständiges auf und am im Wochenrhythmus aber jetzt, heute? Der Tag hatte eigentlich echt super angefangen. Ich hatte zwei Freistunden, bin in die Stadt gefahren, alleine, habe mich für eine Stunde in ein Cafe gesetzt. Der Milchkaffee war super, der kleine Keks dazu mit 26kcal auf 6g war auch lecker. Dann noch ein Stück Käsekuchen. "Nächstes mal kaufe ich mir ein Stück Schokoladenkuchen." dachte ich mir als ich zur Stadtbibliothek ging um mir Hannibal auszuleihen.
Der Rest des Schultages verging schnell und ohne irgendwelchen Zwischenfällen. Doch auf dem Weg nachhause habe ich es schon gespürt. Dieses Fernweh. Ich würde lieber wieder in dieses sympatische Cafe gehen und dort für den Rest des Tages bleiben. Nein besser für die nächsten Tage. Am Fenster sitzen, die Leute beobachten, zeichnen, lesen, den Kuchen essen und Kaffee oder Tee trinken. Das ist perfekt. Alles ist perfekt solange ich nicht nachhause muss. Wieso habe ich diese Abneigung?
Je näher ich meinem Heim kam, desto größer wurden diese Gedanken. Vielleicht könnte ich jetzt einfach wieder gleich in die Stadt. Vielleicht sollte ich mich mit Jemandem treffen? Vielleicht hat Lucas Zeit? Vielleicht könnten wir trinken. Ja, ich möchte mich betrinken. Ich möchte vergessen. Vielleicht könnten wir auch einen Joint rauchen?
Ich schrieb Lucas an aber er ist noch in der Schule und sowieso viel zu weit weg da er umgezogen ist. Tja, Pech gehabt. Ich bin zuhause und denke darüber nach an den Vorrat meiner Mutter zu gehen. Eine Flasche Vodka wäre jetzt gut. Zigaretten wären jetzt gut. Schlafen wäre jetzt gut. Doch am Ende sitze ich nur da, schreibe hin und wieder mit N, starre sonst die Wand mir gegenüber an und weine.
Schon ziemlich erbärmlich.. aber nein. Ich sollte mich zusamen reißen. Was wenn jetzt jemand rein kommt? Wie sollte ich dann erklären wieso ich hier heulend rumsitze?
Ich versuche mich abzulenken aber es klappt nicht so wirklich. Tumblr triggert mich eher und ich suche meine Klingen zusammen. Ich habe sie an vielen verschiedenen Orten. Ein Wunder das meine Mutter sie noch nicht entdeckt hat. Ah, wartet, das hat sie aber es schien sie nicht genug zu interessieren als das sie sie mir wegnimmt. Oder sie ist einfach zu dumm um zu verstehen was der Zweck von ihnen ist.
Ich nehme die Klingen in die zitternde Hand, zumindest fühlt es sich sehr danach an, und balle sie zu Fäusten aber es passiert nichts. Enttäuschend. Nach langem hin und her habe ich es dann gemacht. Wie lange war das letzte mal her? 2 Monate? 3? länger? Egal, es sind nur Kratzer. Sehr viele Kratzer und ich weiß nicht wie ich ins Fitnessstudio gehen soll, die Leute dort schauen mich doch jetzt schon total behindert an.

Donnerstag, Juni 4

Who will fix me now?

56,3kg


Endlich konnte ich mal wieder richtig ausschlafen, Habe auch mehr Energie als die letzten Tage. Viel gemacht habe ich trotzdem nicht, ein bisschen aufgeräumt, gekocht, gezeichnet, Videos geguckt und schon ist der Tag auch wieder um.
Auf meiner Hand sind wieder ein paar Kratzer und als meine Mutter sie gesehen hat, hat sie natürlich wieder Drama gemacht. Meinen Eltern geht es ja so schlecht und trotzdem mache ich noch extra so nen Scheiß und ich nehme keine Rücksicht auf sie. Ja, ja. Dann meinte sie auch noch ernsthaft:" Kannst du nicht einfach endlich damit aufhören?"
Ja sicher, hör du doch einfach auf krank zu sein, das ist ja auch einfach.
Sie hat mir wieder eine Therapie vorgeschlagen aber ohne Klinikaufenthalt. Meinte, dass vielleicht Medikamente helfen. Aber das möchte ich nicht. Jetzt noch zumindest.. ich möchte erst schauen wie es weiter geht.

Habe heute einnen Schmetterling (Butterfly Project) von N bekommen :3 total süß.










Früh:-
Mittags:
1 Teller Salat (150) 5 Kekse (219)
Abends: 100g Rüheei (161), 200g gekochter Spargel (44), 1 Banane (90), 1 Nektaine (44), 1 Birne (73)
Snacks: 1 Kaugummi (2)

Insgesamt: 783

Dienstag, Juni 2

WHAT THE HELL SHOULD I DO





Ich halte dieses ständige Auf und Ab nicht mehr aus. Nicht nur das von meinem Gewicht sondern auch von meiner Laune. Soll das etwa für den Rest meines Lebens so gehen? Erst geht es mir gut, ich plane Dinge und bin ausnahmsweise mal produktiv und dann am nächsten Tag geht es mir wieder so schlecht das ich den nur noch im Bett liege und schlafe. Wieso kann es mir nicht einfach immer gut gehen. Und wenn mir das nicht gegönnt wird dann solls mir doch wenigstens einfach nur die gz schlecht gehen.

Mittwoch, Mai 27

In the middle of the night I don't wanna live a lie

56,4kg (+400g)


Gestern um 22 Uhr nochmal eine 'kleine' FA gehabt. Es ging mir einfach so scheiße, ich war im Bett und hatte richtig depressive Laune. Habe mich beim duschen vom verletzen abgehalten und bevor ich dann doch noch irgendwas dummes gemacht hätte, habe ich lieber etwas gegessen.
Richtig scheiße... aber immer noch das kleinere Übel von beiden.
Es gab 1 Scheibe Schmelzkäse, 1/4 Mozzarella, etwas Lachs und eine Nektarine. Hört sich doch gar nicht nach so viel an aber es war Nacht und das Ergebnis sieht man ja wohl.
Ich frühstücke jetzt mal was aber nehme nichts mit zur Schule, habe eh nur 6 Stunden und Mittags koche ich mir dann irgendwas mit Spargel.

Montag, Mai 4

Willenskraft ist Alles


Ich kann nicht behaupten das heute ein guter Tag war. Trotz der Zunahme hatte ich auch schon früh Hunger und habe auch schon den ganzen Tag Appetit auf allen mögliche Müll. Mozzarella, Brot, Fleisch, Frühlingsrollen. Nur auf Süßen habe ich keine Lust, eher was scharfes.
Das ist so schwer mich jetzt zu konzentrieren aber ich will wirklich nicht Nachgeben.
Morgen, da kann ich dann das Brot und den Mozzarella essen. Und es ist ja eh schon halb 6, bitte Zeit geh schnell vorbei.
Abgesehen vom Essen läuft es heute aber eh nicht so gut. Ich fühle mich schwach und hin und wieder ist mir schwindelig. Ich möchte nur ins Bett und schlafen, weinen, mich an Jemanden kuscheln. Aber es ist ja keiner da. Und der Drang mich zu verletzen ist auch da. Ich spüre es förmlich auf meinen Armen, oh Gott es soll aufhören.
Ich möchte es doch gar nicht aber es ist.. so verlockend. Es tut nicht mal weh es fühlt sich eher an als ob ich etwas gutes tue, was natürlich totaler Blödsinn ist.
Aber ich möchte es so sehr.. doch wenn ich schon dem Essen widerstehen kann, dann kann ich mich auch dabei zusammen reisen!
Ich sollte mich einfach auf andere Gedanken bringen.