Ich merke gerade wieder wie schlecht es mir doch geht. Meine Bahn ist ausgefallen und ich musste 40 Minuten lang warten. Warten und einen Blog lesen. Lesen und nachdenken. Nachdenken und fühlen. Es war kein Blog in dem sich einfach ein Mädchen nach jedem Essen schlecht fühlt und sich in die Magersucht reitet, mich triggert und ich mir vornehme selber weniger zu essen. Nein, es war ein Blog in dem die Gefühle so gut vermittelt wurden, so ehrlich, das es mich wirklich berührte und mir zeigte das ich noch lange nicht gesund bin. Diese Gedanken werden nie weggehen. Nie verschwinden. Und es tut mir für jeden leid der hofft oder glaubt das ich gesund und normal bin und auch für den Rest meines Lebens bleibe.
Vor allem in den letzten Tagen habe ich gemerkt wie sehr ich die Zeit vermisse in der es mir schlecht ging. Das ist doch krank. Wieso sollte man sowas vermissen? Wieso sollte man die Zeit vermissen in der man keine Zukunft hatte, Angst, Schmerz, Trauer. In der man sich so Wertlos fühle das man sich selber verletzte, tagelang nur im Bett lag und aus Frust, Stress und Traurigkeit so viel aß das die Dehnstreifen bekam?
Das ist krank, ich bin krank und ich kann es nicht mal leugnen. Es tut mir so leid, so weh.
Wieso auch ausgerechnet jetzt? Wo ich doch einen Menschen habe der mich eigentlich glücklich macht, machen sollte, machen möchte.
Habe ich mir die ganze Zeit selber was vorgemacht? Geht es mir wirklich besser oder spiele ich das alles nur? Ich weiß es im Moment nicht. Sicher werde ich später sagen das diese Krankheit mich nicht mehr haben kann und das ich mich nur anstrengen muss um glücklich zu sein aber ist das wirklich die Wahrheit? Wenn es doch immer wieder zurück kommt und mich immer wieder aufs neue vor die Wahl stellt ob ich weiter gehen möchte oder stehen bleiben, gar zurück gehen.
Was will ich?
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